Winfrieds privater Blog

Reisen, Sport und Fotografie
April 29, 2014

Wie es anfing

Posted by : Winfried W.
Filed under : Allgemein

Liebe Freunde und solche die es werden könnten,
willkommen auf meinem privaten Blog. Ich bin Winnie, mit vollem Namen Winfried Waltorp, und komme aus Zürich in der wunderschönen Schweiz. Dieser Blog soll meine Reisen und Abenteuer, meine Herausforderungen und Siege, kurz meine persönliche Entwicklung begleiten und meinen auf der ganzen Welt verstreuten Freunden zugänglich machen.

Begonnen hat alles vor nicht allzu langer Zeit, als ich mir meine Diasammlung digitalisieren lassen habe. Alle Dias waren von einem Jahr, nämlich 2003, als ich als Austauschschüler eine ganze Klasse im wunderschönen St. Petersburg verbracht habe.

Eigentlich habe ich die Bilder nur digitalisieren lassen, da es mich genervt hat, dass ich sie nicht auf Facebook benutzen konnte, mal abgesehen davon, dass Dias sowieso nicht das richtige Medium für mich waren. Die alten Bilder zu sehen hat jedoch bei mir sehr viel emotional ausgelöst, da mir erst jetzt bewusst geworden ist, wie sehr mich die Zeit geprägt hat und wieviel mir der Aufenthalt in Russland gebracht hat.

st. petersburg foto

© swinnerrr/depositphotos.com

Ich musste mir damals sehr viel anhören, da es die meisten Austauschschüler ja eher in die USA zieht und auch meine Eltern waren nicht so ganz begeistert von der Idee, dass ich nach Russland gehe. Ich war aber fest überzeugt davon. Nicht aus ideologischen oder politischen Gründen, sondern da ich „die Russen“ als Menschen sehr schätze. Durch Nachbarn aus Kasachstan war ich mit der russischen Kultur seit klein auf vertraut und hatte dann auch neben der Schule angefangen, Russisch zu lernen. Das ist für die Schweiz relativ ungewöhnlich und so waren es auch praktisch nur Österreicher und Schweizer, die mit mir im Vorbereitungscamp waren.

Ich hatte wirkliches Glück, dass ich nach St. Petersburg zu einer Gastfamilie gekommen bin. Meiner Meinung nach ist St. Petersburg nicht nur die schönste Stadt in Russland, sondern auch eine der schönsten in Europa, nur Rom hat mir bisher noch besser gefallen. Hier gibt es ein schönes Video über die Stadt (Link). Auch war es gut im europäischen Teil Russlands zu sein. Auch wenn viele Russen Unterschiede abstreiten, gibt es doch einen riesigen Unterschied zwischen der europäisch gewandten, eher städtischen Bevölkerung im Westen und den Bewohnern im Osten.

Letztendlich entscheidet aber sehr stark die Gastfamilie über den Erfolg oder Misserfolg eines solchen Aufenthalts und ich bin Familie Petrov sehr dankbar für die tolle Zeit und bin natürlich immer noch jedes Jahr mindestens einmal da.

Das Jahr war sehr anstrengend, da vieles auch sehr kompliziert und anstrengend war, und auch in der Schule hatte ich schwer zu kämpfen, da mein Russisch anfangs nicht gut genug war. Aber das Gute ist, dass sich die Russen echt um einen kümmern. Wenn man erstmal in der Gruppe aufgenommen ist, tun sie echt alles für einen und alle helfen sich, ohne darüber nachzudenken. Auch wenn Russen oft schroff zu Außenseitern sein können (und das hat nichts damit zu tun, dass man Ausländer ist oder die Sprache nicht richtig spricht, das passiert auch unter Russen so), sind sie echt super, wenn man erstmal den Anschluss gefunden hat. Man muss nur am Ball bleiben.

Lange Rede, kurzer Sinn: mir ist erst jetzt aufgefallen, welche Wirkung meine Zeit dort entfaltet hat und möchte für mich selbst wie für meine Freunde und Familie mehr darüber schreiben, wie sich die Jahre danach entwickelt haben, wo ich überall gewesen bin und wieso ich durch Russland zu meiner Liebe der Fotografie gekommen bin. Also: Stay tuned!

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